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Bürgerhausorchester Collegium musicum Velbert


 


Konzerte des BOCM Velbert in der Kultursaison 2017/2018

Mittwoch, 12. Juli 2017
18:30 Uhr Innenhof der Vorburg Schloß Hardenberg

Bürgerhausorchester Collegium musicum Velbert

6. Sommerserenade
Ein Konzert mit jungen Solisten der Musik&Kunstschule Velbert

Eintritt frei



Sonntag, 12. November 2017

18:00 Uhr Bürgerhaus Langenberg

Bürgerhausorchester Collegium musicum Velbert


 
“Aufbruch in die Wiener Klassik”
 

Wolfgang Amadeus MOZART, Sinfonie Nr. 8 D-Dur (KV 48)
Leopold KOZELUCH, Konzert für Klarinette und Orchester Nr. 1 Es-Dur
Joseph HAYDN, Sinfonie Nr. 48 C-Dur („Maria Theresia“)
 

 
Der Begriff „Wiener Klassik“ bezeichnet eine Stilrichtung der europäischen Kunstmusik, die eng mit dem Wirken Haydns, Mozarts und Beethovens verbunden ist. Die Zeit der „Wiener Klassik“ umfasst die Jahre von 1770 bis 1830. Waren Paris und London in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts noch die tonangebenden Musikstädte Europas, so erlangte Wien vor allem mit der Glorifizierung Mozarts nach dessen Tod und dem Zuzug Beethovens die europäische Vormachtstellung in Sachen Musik. Maßgebend auf dem Weg dorthin war die enge Freundschaft zwischen Mozart und Haydn. Die beiden Sinfonien dieses Programms entstanden in den Jahren 1768 und 1769 – also in der Aufbruchszeit zur „Wiener Klassik“.


Der böhmische Musiker Leopold Kozeluch kam 1778 nach Wien und machte sich dort als Komponist und Klavierlehrer hochgestellter Damen des Adels einen Namen. Nicht nur seine beiden Klarinettenkonzerte zeichnen ihn als wichtigen Meister neben den „Großen Drei“ der „Wiener Klassik“ aus.


 
Solist: Vitalii Nekhoroshev (Klarinette)

Dirigent: Claus Tinnes
 
 
 




Sonntag, 18. März 2018

18:00 Uhr EventKirche Langenberg

Bürgerhausorchester Collegium musicum Velbert


 
"Musikalisches Tafelkonfekt für Fürstenhöfe”


Francesco Maria Veracini, Vier Stücke für Streichorchester
Johann Baptist Georg Neruda, Konzert Es-Dur für Trompete, Streicher und B.c.

Tomaso Albinoni, Concerto a cinque d-Moll für Oboe und Streichorchester op. 9 Nr. 2
Johann Pachelbel, Kanon und Gigue in D-Dur
Georg Philipp Telemann, Tafelmusik Teil II, Nr. 1 Ouvertüre D-Dur, Nr. 6 Conclusion D-Dur
 


Tafelmusik, d.h. Hintergrundmusik als musikalische Speisebegleitung,  war vom 16. bis 18. Jahrhundert an europäischen Fürstenhöfen weit verbreitet und sehr beliebt. Die für diesen Zweck geschriebenen Werke werden auch heute noch gern gespielt, weil sie abwechslungsreich und „leicht verdaulich“ klingen – als Beispiel dafür kann die heitere Grundstimmung in den Konzertsammlungen Tomaso Albinonis gelten. Teilweise wurden die Komponisten von Tafelmusik auch vor Ort als Kapellmeister eingestellt, Johann Baptist Georg Neruda beispielsweise leitete als Konzertmeister die Dresdner Hofkapelle. Das bekannteste und umfangreichste Beispiel höfischer Tafelmusik ist die Sammlung „Musique de Table“ von Georg Philipp Telemann aus dem Jahre 1733. Den Anlass von Tafelmusiken nutzten auch Instrumentalsolisten als Gelegenheit, sich mit Solokonzerten dem Hof und den geladenen Gästen virtuos vorzustellen.


 
Solisten: Susanne von Foerster (Oboe), Jonas Länzlinger (Trompete)
Dirigent: Claus Tinnes





 


Bürgerhausorchester Collegium musicum Velbert

Traditionell gibt es in Velbert und in Langenberg seit weit mehr als einem Jahrhundert Orchesteraktivitäten von Musikliebhabern. In Velbert war es im Jahre 1880, als der „Musikverein 1880“ gegründet wurde. Nachfolger dieses Ensembles war von 1908 bis 1928 der „Orchester Verein Velbert“ und anschließend bis 1942 der „Instrumental Verein Velbert“. Von 1942 bis Januar 1954 trat die „Städtische Orchester Vereinigung Velbert“ zwei- bis dreimal pro Jahr mit Konzertprogrammen an die Velberter Öffentlichkeit.
 
Professioneller wurde die musikalische Arbeit unter der Direktion des Berufsmusikers Dr. Hero Folkerts, der seit April 1954 auch mit dem (Wieder-)Aufbau der Jugendmusikschule beauftragt war. Folkerts regte im Herbst 1954 an, mit einigen Streichern der ehemaligen „Städtischen Orchester Vereinigung“ und einigen Lehrern der neu aufgebauten Musikschule ein Kammerorchester in reiner Streicherbesetzung unter dem Namen „Collegium musicum Velbert“ ins Leben zu rufen. Im Mai 1955 fand das erste Konzert des von ihm zusammengestellten Orchesters statt. Den kontinuierlichen Aufbau setzte ab 1959 für mehr als 20 Jahre Rudolf Flicker fort, der ebenfalls gleichzeitig Leiter der Musikschule Velbert war. Nachfolger als Dirigent wurde für mehr als fünf Jahre Klaus Georg Hanf, bevor Heinz Jürgen Küpper die Leitung der Jugendmusikschule und des Collegium musicum (bis zum Herbst 1986) übernahm. Ihm folgte Klaus Heyens, bis heute stellvertretender Schulleiter der Musikschule, als Dirigent nach.
 
In Langenberg existierte mehr als 150 Jahre lang ein gemischter Chor, der sich ab 1919 „Bürgerhaus-Chor“ nannte. Er hat sich gerade im Jahr 2013 aufgelöst. Im Jahre 1929 gründete sein damaliger Dirigent, Musikdirektor Gustav Mombaur, das „Streichorchester des Bürgerhaus-Chores“, um neben der Chor-Arbeit auch das instrumentale Musizieren im lokalen Bereich zu fördern. Seither sind die Konzerte des Bürgerhaus-Orchesters - lange Jahre ebenfalls unter der Leitung von Rudolf Flicker - fester Bestandteil des Kulturprogramms in Langenberg gewesen.
 
Schon vor der Kommunalreform von 1975, als die Nachbarstädte Langenberg, Neviges und Velbert zusammengeschlossen wurden, kamen sich die beiden Orchester durch gegenseitiges Aushelfen näher. Seit Herbst 1991 werden gemeinsame Konzerte gestaltet.
 
Viel Anteil am Aufbau eines gemeinsamen Klangkörpers bis zum Frühjahr 1998 hatte Klaus Heyens als Dirigent des Bürgerhausorchesters Collegium musicum Velbert. Seit 1998 ist Claus Tinnes nun der musikalische Leiter des Orchesters, das im Jahresverlauf neben den beiden „städtischen“ Konzerten im März und November auch sommerliche Open-Air-Konzerte (meist mit jungen Solisten der Musi&Kunstschule Velbert) durchführt sowie bei Chor- und Kirchenkonzerten mitwirkt.
 
 
Anhand der Geschichte des Orchesters und seiner Dirigenten wird deutlich, dass sich das Bürgerhausorchester Collegium musicum Velbert als selbstständiges Ensemble versteht, das regelmäßige Aufgaben im städtischen Kulturleben wahrnimmt und gleichzeitig in enger Kooperation mit der Musik&Kunstschule Velbert ein Forum für fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler bietet, in dem sich junge und ältere Erwachsene zusammenfinden, um sich - oft lebensbegleitend - dem Liebhabermusizieren in einem Streichorchester zu widmen.
 
Dirigent:          Claus Tinnes


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Kontakt

Dr. Horst Degen Tel.: 02053/80466
 
Wilhelm Colsman Tel.: 02052/2649